Gemeinde Rehweiler am Glan
Rehweiler Mühle
   

  Namensdeutung
Deutung: Der Namensteil ,,Re" (Reh) könnte nach Dr. Hans Bahlow (Deutschlands geographische Namenwelt) bedeuten: re = Faulwasser; hat also mit Rehen nichts zu tun. 1585 wird erwähnt ein Rehbach, also Weiler am Re(h)bach
Hier fühlt man sich wohl..


Wappenbeschreibung:

Über erhöhtem Schildfuß, darin eine rote  Bogenbrücke auf Silber, von Schwarz und Gold gespalten, darin ein Rehbock in verwechselter Tinktur.

Otto Hupp, die Ortswappen und Gemeindesiegel der Rheinpfalz (1928), Seite 69 bzw. 71, beschreibt und stellt dar als ungenehmigtes Wappen der Ortsgemeinde Rehweiler ein springendes rotes Reh in Silber. Die Ortsgemeinde wünschte, dass die bis zur französischen Revolution andauernde Teilung des Ortes in einen pfalz-zweibrückischen (links des Glanes) und einen kurpfälzischen Teil (rechts des Glanes) sowie die Glanbrücke als verbindende Elemente im Wappen berücksichtigt werden. Diese sowie der Glan erscheinen in den von Hupp gewählten Farben im Schildfuß des Wappens, wohingegen der Schild selbst in den pfälzischen Farben Schwarz und Gold gespalten ist, worin der namengebende Rehbock in verwechselter Tinktur erscheint.

 

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Die Geschichte der Gemeinde Rehweiler

Dass auf dem Gebiet von Rehweiler schon sehr früh Menschen lebten, beweist ein Fund aus dem Jahr 1938: Beim Einplanieren eines Grabhügels der frühen La Tene-Zeit (ca. 400 v. Chr.) innerhalb des Arbeitsdienstlagers (heute: Sportplatzgelände der SpVgg. Rehweiler-Matzenbach) wurden ein enghalsiges Gefäß und 4 stark oxydierte Bronzearmringe gefunden. (Histor. Museum der Pfalz, Speyer).
Rehweiler war auch in römischer Zeit besiedelt, denn im Jahre 1790 wurde oberhalb des Dorfes, im Brandenbösch, ein Stein mit römischer Inschrift gefunden, außerdem mehr als 20 römische Kupfermünzen.

Rehweiler bestand ursprünglich aus zwei selbständigen Dörfern, nämlich aus Rehweiler, links des Glanes gelegen undReichardsweiler auf dem rechten Glanufer.Von dem ersten Ansiedler, Ricohard aus Reichardsweiler, erhielt wohl das ältere der beiden Dörfer seinen Namen.

Im 13. Jahrhundert gehörte Rehweiler zur Grafschaft Veldenz. Durch die Vermählung des Herzogs Stephan von Zweibrücken 1409 mit Anna, der letzten Erbtochter von Veldenz, kam Rehweiler zum Herzogtum Zweibrücken und zwar zum Oberamt Lichtenberg, Amt Pfeffelbach.
Reichardsweiler gehörte zum Reichsland um Kaiserslautern. Unter Ludwig dem Bayern wurde das Reichsamt Theisberg an die Grafen von Veldenz verpfändet. Durch den Marburger Vertrag wurde 1543 das Herzogtum Veldenz-Lauterecken errichtet und umfasste u. a. die Dörfer rechts des Glanes, also auch Reichardsweiler.
Im Meisenheimer Abschied 1600 wurden die Dörfer Haschbach und Stegen gegen Reichardsweiler eingetauscht, so dass erstere zu Veldenz-Lauterecken kamen und Reichardsweiler dem Oberamt Lichtenberg zugeteilt wurde.

Seit dieser Zeit verschmolzen Rehweiler und Reichardsweiler allmählich zu einem Dorf und der Name Reichardsweiler verschwand langsam aus den Akten, nur in den Kirchenbüchern wird er noch bis 1700 erwähnt.
Ab 1797 gehörte die Pfalz zu Frankreich, Rehweiler gehörte zur Mairie Quirnbach, Kanton Kusel, Arrondissement Birkenfeld, Departement Saar.
Rehweiler selbst wurde, nachdem es seit 1798 der Bürgermeisterei Quirnbach angehört hatte, nach der Verwaltungsreform 1970 der Verbandsgemeinde GlanMünchweiler angegliedert.

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